Performing Arts Tanzstile – Zwischen Sport und Kunst: Warum ein eigener Fachverband notwendig ist
Tanz ist eine der ältesten Ausdrucksformen der Menschheit und dabei gleichzeitig körperlich fordernd wie emotional bewegend. Diese einzigartige Verbindung aus körperlicher Leistung und künstlerischem Ausdruck macht Tanz zu etwas Besonderem: Er ist sowohl Sport als auch Kunst!
Als Sport verlangt Tanz Disziplin, Technik, Ausdauer und Kraft. Tänzerinnen und Tänzer trainieren täglich, um körperlich in Topform zu bleiben, Bewegungsabläufe zu perfektionieren und ihre Leistungen kontinuierlich zu verbessern. Gerade im Wettkampftanz gelten strenge Regeln, objektive Bewertungskriterien und ein strukturiertes Trainingssystem – ganz wie im klassischen Sport.
Gleichzeitig ist Tanz eine Kunstform. Er erzählt Geschichten, transportiert Gefühle und bietet Raum für Kreativität, Individualität und Interpretation. Choreografien sind oft Ausdruck von Zeitgeist, kultureller Identität oder gesellschaftlicher Themen. Tanz bewegt – nicht nur die Ausführenden, sondern auch das Publikum.
Diese doppelte Natur des Tanzes führt jedoch häufig dazu, dass er in politischen, finanziellen und institutionellen Strukturen zwischen den Stühlen sitzt. Zuständigkeiten für Performing Arts Tanzsportvereine werden häufig hin- und hergeschoben – am Ende fühlt sich niemand wirklich verantwortlich. Und Vereine müssen sich entscheiden: Gehören sie nun zum Sport oder zur Kunst? Dabei ist Tanz von Natur aus beides – ein gleichwertiger Ausdruck körperlicher Leistung und künstlerischer Kreativität.
Genau deshalb brauchen Performing Arts Tanzstile einen eigenen Fachverband – eine Institution, die beide Seiten gleichermaßen versteht und vertritt.